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Geldsegen für die Neurowissenschaften 

 

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte gleich drei Förderbescheide im Gesamtvolumen von gut 17,6 Millionen Euro an Rektor Prof. Dr. Jens Strackeljan. Davon entfallen 9,2 Mio. Euro auf den Neubau eines so genannten Zyklotrons für die neurowissenschaftliche Forschung auf dem Campus des Uniklinikums (Fertigstellung für Ende 2020 geplant).

 

Der Bau des Zyklotrons ist ein weiterer Meilenstein für die schon jetzt exzellente neurowissenschaftliche Forschung in Magdeburg. Durch die neue Infrastruktur legen wir den Grundstein dafür, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität und anderer Einrichtungen in der Landeshauptstadt auch künftig auf internationalem Top-Niveau forschen können. Dies stärkt Magdeburg als Zentrum für die strukturelle, funktionelle und molekulare Bildgebung.“ betonte Willingmann.

 

Strackeljan sagte: „Mit dem Bau des Zyklotrons auf dem Medizinercampus und der Einrichtung einer Professur für Radiochemie stärken wir die Kompetenzen zur Bildgebung am Standort und das Zusammenwirken zwischen Naturwissenschaften, Ingenieuren, Medizinern und unseren außeruniversitären Partnern, dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN).

 

Der Bau des Zyklotrons wird aus dem Programm „Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT“ finanziert: Von der Gesamtinvestition in Höhe von 9,2 Millionen Euro kommen 7,36 Millionen Euro (80%) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 1,84 Millionen Euro direkt vom Land Sachsen-Anhalt. Von den 9,2 Millionen Euro entfallen rund 5,4 Millionen Euro auf Bau- und Erschließungskosten sowie rund 3,8 Millionen Euro auf die Ersteinrichtung.

 

Im Zyklotron sollen so genannte PET-Tracer produziert werden – diese künstlichen, oft radioaktiv markierten Substanzen mit sehr geringer Halbwertzeit (2 bis 20 Minuten) sind für die neurowissenschaftliche Forschung von großer Bedeutung: Mittels dieser künftig in Magdeburg entwickelten und produzierten PET-Tracer eröffnen sich einerseits neue Möglichkeiten zur Erforschung der Gehirnfunktionen und degenerativer Erkrankungen, andererseits wird die Belastung für Patienten reduziert. Das Uniklinikum Magdeburg stellt für die Errichtung des zweigeschossigen Gebäudes eine geeignete Fläche auf dem Medizin-Campus zur Verfügung. Zudem ist derzeit die Besetzung einer Professur für Radiochemie als gemeinsame Berufung von Uni Magdeburg und DZNE in Vorbereitung. Derzeit verfügen deutschlandweit nur München und Köln über ein eigenes Forschungs-Zyklotron.

 

Strackeljan Willingmann

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreicht die Förderbescheide im Gesamtvolumen von gut 17,6 Millionen Euro an Rektor Prof. Dr. Jens Strackeljan (Foto: OVGU/Krieg)

Pressetext: LSA

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