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Universitätsmedizin Magdeburg gründet Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI)

13.01.2026 - Neues Zentrum bündelt Expertise für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Zell- und Immuntherapien gegen Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten.

Die Universitätsmedizin Magdeburg hat das Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI) gegründet und positioniert sich damit in einem der dynamischsten und zukunftsweisendsten Felder der modernen Medizin. Mit dem neuen Zentrum werden vorhandene Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und klinischer Anwendung zu innovativen Zell- und Immuntherapien gebündelt und gezielt weiterentwickelt, um neue Behandlungsansätze bei Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten schneller in die Versorgung zu überführen.

Neues Zentrum stärkt strategisch den Medizinstandort Magdeburg

Die Gründung steht im Kontext der aktuellen Zielvereinbarung zwischen der Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD) und dem Land Sachsen-Anhalt, die die Förderung innovativer Forschung und die Entwicklung moderner Therapien in den kommenden Jahren zum Ziel hat. „Die Gründung des MAZI stärkt die Forschungskapazitäten der Medizinischen Fakultät in einem hochaktuellen und zukunftsweisenden Bereich der Medizin und trägt entscheidend zur Profilbildung der Universitätsmedizin Magdeburg auch bei der Ausbildung und Qualifizierung unserer Ärzteschaft sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen bei. Wir schaffen damit die Grundlage, um innovative Therapien aus der Forschung schneller in die Anwendung zu bringen“, betont Prof. Dr. rer. nat. Daniela C. Dieterich, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. „Das MAZI verknüpft wissenschaftliche Exzellenz mit der unmittelbaren Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. So können wir modernste Zell- und Immuntherapien frühzeitig einsetzen, wenn herkömmliche Behandlungen nicht mehr ausreichen. Zugleich unterstreichen wir damit den Anspruch der Universitätsmedizin Magdeburg, medizinische Forschung und klinische Praxis konsequent miteinander zu verbinden“, erklärt Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

Zell- und Immuntherapien gelten als eines der zukunftsträchtigsten Felder der modernen Medizin. Therapien wie CAR-T-Zellen oder multispezifische Antikörper eröffnen neue Perspektiven in der Krebsbehandlung und werden zunehmend auch bei Autoimmunerkrankungen und Infektionen erprobt. Unterstützt durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) schreitet die Entwicklung rasant voran.

Zell- und Immuntherapie „Made in Magdeburg“

Die Universitätsmedizin Magdeburg gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der zellulären Immuntherapie bei Autoimmunerkrankungen. Als eines der ersten Zentren weltweit wurden an der UMMD Patientinnen und Patienten mit therapieresistenten Erkrankungen wie Myasthenia gravis (MG) oder Immunthrombozytopenie (ITP) erfolgreich behandelt. Mit der Initiierung mehrerer klinischer Studien zur CAR-T-Zelltherapie in Autoimmunerkrankungen zählt Magdeburg zu den wenigen Standorten in Deutschland mit einem derart breiten und innovativen Therapieangebot. Gleichzeitig wird am Standort der Aufbau einer Infrastruktur zur Eigenproduktion genetisch modifizierter zellulärer Arzneimittel konsequent vorangetrieben.

„Die Gründung des MAZI ist der nächste konsequente Schritt, um unsere bisherigen Erfolge strukturell zu verankern und nachhaltig auszubauen“, erklärt Prof. Dr. med. Dimitrios Mougiakakos, Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie sowie Sprecher des neuen Zentrums. „MAZI bedeutet auf Griechisch zusammen und genau darum geht es: Wir wollen gemeinsam Forschung, Entwicklung, Lehre und Ausbildung sowie die Translation innovativer Konzepte in die klinische Anwendung vorantreiben. In Magdeburg haben wir in kurzer Zeit die Voraussetzungen geschaffen, um anspruchsvolle Studien mit zellulären Therapien durchzuführen. Mit dem MAZI entsteht nun eine Plattform, die Grundlagenforschung, translationale Strategien und patientennahe Versorgung enger als je zuvor verbindet, mit dem Ziel, Betroffenen schneller Zugang zu hochinnovativen Therapien zu ermöglichen, die über den derzeitigen Standard hinausgehen.“

Das MAZI schafft eine campusweite, fachabteilungs- und berufsgruppenübergreifende Infrastruktur und erweitert den Fokus über klassische T-Zelltherapien hinaus. Neben CAR-T-Zellen stehen auch neuartige Technologien wie CRISPR-Cas sowie präzise Behandlungsansätze wie „Treat-to-Target”-Strategien im Zentrum der Entwicklung.

Das neue Zentrum wird künftig die Durchführung von multidisziplinären Studien ermöglichen, die Qualitätssicherung neuer Zellprodukte vorantreiben und den wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem zukunftsweisenden Bereich fördern. Die interdisziplinäre Ausrichtung schafft ideale Bedingungen für enge Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen der Universität sowie mit externen Partnern. Ziel ist der Aufbau eines leistungsstarken Netzwerks für Verbundprojekte, klinische Studien und industrielle Kooperationen und damit die weitere Stärkung der internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandorts Magdeburg. Strategischer Partner ist zudem die Universitätsmedizin Halle. Die Zusammenarbeit soll künftig weiter intensiviert werden, um die regionale Allianz für Zell- und Immuntherapien auszubauen.

Gefördert wird die Forschung durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Auf- und Ausbau des Zentrums durch das Corona-Sondervermögen des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Gründung MAZI c Sarah Kossmann Universitätsklinikum Magdeburg

Foto v.l.: Prof. Dr. med. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R, Prof. Dr. rer. nat. Daniela C. Dieterich, Dekanin der Medizinischen Fakultät Magdeburg, Prof. Dr. med. Dimitrios Mougiakakos, Direktor der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie sowie Sprecher des neuen Zentrums und Marco Bohn, Kaufmännischer Direktor am Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R. Fotografin: Sarah Kossmann

Pressetext: OVGU Magdeburg

Mitglieder

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

LIN Leibnizinstitut für Neurobiologie Magdeburg


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