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Ja oder Nein – Welchen Mechanismen

folgen unsere Entscheidungen?

 

Gerhard Jocham erhält für seine Forschung das Heisenberg-Stipendium der DFG

Der Psychologe PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham ist mit dem renommierten Heisenberg-Stipendium ausgezeichnet worden. Jocham erhält das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG verliehene Stipendium für seine exzellente neurowissenschaftliche Forschung im Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die Forschungsgruppe um Gerhard Jocham arbeitet intensiv daran, die neuronalen Grundlagen von Entscheidungsprozessen zu entschlüsseln und herauszufinden, wie wir aus Entscheidungen lernen. „Entscheidungen erscheinen uns oft einfach“, so der Neurowissenschaftler. „Wir treffen jeden Tag dutzende, oft scheinbar mühelos. Aber sowohl die Komplexität der zugrundeliegenden Mechanismen als auch die enorme Bedeutung dieser geistigen Fähigkeit offenbart sich oft erst im Krankheitsfall, wenn diese Mechanismen versagen und ein normales Leben unmöglich machen.“ Denn viele psychiatrische und neurologische Krankheitsbilder seien durch schwerwiegende Beeinträchtigungen im Entscheiden gekennzeichnet. „Wir versuchen, die zugrundeliegenden Prozesse im gesunden Menschen zu verstehen. Ein wichtiger Fokus liegt dabei auf der Rolle bestimmter Neurotransmitter, also der Botenstoffe, die Signale zwischen Nervenzellen übertragen.“ Diese Botenstoffe wie Dopamin oder Glutamat spielten wahrscheinlich eine sehr wichtige Rolle bei den Berechnungen, die unseren Entscheidungen zugrunde liegen, so Jocham.

Das über fünf Jahre mit monatlich 4.600 Euro dotierte Stipendium richtet sich an besonders begabte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Sie sollen optimal gefördert und im Wissenschaftssystem gehalten werden. Das Stipendium wurde nach dem deutschen Physiker Werner Heisenberg benannt, der im Alter von 31 Jahren den Nobelpreis für Physik erhielt. www.dfg.de/foerderung/programme/einzelfoerderung/heisenberg/

 

Kurzvita PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham

Nach seinem Studium der Psychologie in Konstanz und Düsseldorf promovierte der 1975 in Wangen im Allgäu geborene Gerhard Jocham 2006 an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Am Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln arbeitete er anschließend in der Nachwuchsgruppe „Kognitive Neurologie“ mit Prof. Dr. Markus Ullsperger. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Oxford übernahm er 2013 die Leitung der unabhängigen CBBS-Forschergruppe „Cognitive Neuroscience“ am Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2015 erlangt er mit der Habilitation an der Universität Magdeburg die Venia Legendi für das Fach Psychologie.

Mehr Informationen unter www.cns-jocham.de

 

Kontakt für die Medien:

PD Dr. rer. nat. Gerhard Jocham, Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: +49(0)391 67-58951, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressetext: OVGU

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PD Dr. Gerhard Jocham, Foto: OVGU/Harald Krieg

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