Neuro-Netzwerke
CBBS Neuro-Netzwerke
Um insbesondere neue CBBS-Mitglieder sowie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Zusammenarbeit zu zukunftsweisenden Themen innerhalb des CBBS und mit anderen Arbeitsgruppen der Universität zu unterstützen, fördert das CBBS unter wettbewerblichen Bedingungen sogenannte Neuro-Netzwerke. Diese sind kleine Verbünde aus drei bis fünf Arbeitsgruppen. Jede beteiligte Gruppe kann dabei eine Doktorandenstelle inklusive Verbrauchsmitteln beim CBBS beantragen.
Diese Netzwerke fungieren bereits als Kondensationskeime für innovative Ansätze und tragen dazu bei, die vorhandenen interdisziplinären Möglichkeiten innerhalb des CBBS nutzbringend auszuschöpfen. Außerdem wird damit eine noch bessere Vernetzung des CBBS mit anderen universitären Gruppen oder weiteren Forschungsschwerpunkten des Landes erzielt.
Sie möchten vom CBBS gefördert werden? Sehr gerne. Das CBBS schreibt in regelmäßigen Abständen Förderungen aus, bewerben Sie sich bitte auf unsere Förderausschreibungen.
Die bisher vom CBBS geförderten Projekte sind:
Stimulation des LC-NE-Systems als personalisierte therapeutische Intervention
Projektleiter: Dorothea Hämmerer, Matthew Betts, Matthias Prigge, Tino Zähle
Viele klinische und neurologische Störungen sind auf Funktionseinschränkungen am Hirnstamm zurückzuführen. Wir untersuchen in diesem Netzwerkprojekt nicht-invasive Hirnstimulationen am Hirnstamm mit dem Ziel Therapiemöglichkeiten beizusteuern.
Diagnostic Glove: Krankheitsdiagnose im Alltag anhand von tragbarer Kinematik
Projektleiter: Esther Kühn, Elena Azañón, Stefanie Schreiber, Christoph Reichert
Wir haben in diesem Netzwerk neueste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung über das “real life tracking” von Handfunktionen verwendet um ein neues Medizinprodukt zu entwickeln, den “Diagnostic Glove”. Dieser soll Ärzten helfen, Pathologien der oberen Extremitäten einfacher zu diagnostizieren, im Verlauf zu bewerten und zur Klassifizierung motorischer Erkrankungen heranzuziehen.
Nicht-invasive Tiefenhirnstimulation bei motorischen Störungen (NeeMo)
Projektleiter: Philipp Ruhnau, Eike Budinger, Lisa Carius
Unser Netzwerkprojekt zielte auf die Entwicklung und Weiterentwicklung einer neuartigen nicht-invasiven Technik zur Stimulierung tiefer Hirnstrukturen für neurologische Patienten mit motorischen Erkrankungen ab, mit dem Hauptziel, Technologie und Wissen bereitzustellen, die die Lebensqualität erhöhen und invasive Operationen möglicherweise verzögern oder sogar verhindern.
CBBSScircuitS – Ein neuronales Netzwerk zur Funktionsanalyse des Engramm-Konnektoms
Projektleiter: Gürsel Caliskan, Anne Bayrhammer, Guilherme Monteiro Gomes
Wir untersuchen in unserem Neuro-Netzwerkprojekt die kortikalen Strukturen, die mit Gedächtnisstörungen einhergehen mit dem Ziel geeignete Einstiegsorte für die Entwicklung der Pharmakotherapie zu identifizieren.
Dopaminerge Modulation der mit dem Arbeitsgedächtnis verbundenen anhaltenden neuronalen Aktivität im auditorischen Kortex: von Molekülen bis zum Verhalten
Projektleiter: Janelle Pakan, Ying Huang, Motoharu Yoshida
Wir untersuchen das auditorische Kurzzeitgedächtnis in Hinblick auf die Entwicklung von neuen pharmakologischen Therapieansätzen für Patienten mit Gedächtnisstörungen, wie beispielsweise bei Schizophrenien und Morbus Parkinson.
Autophagie-Mechanismen bei stressinduzierter Neuro- und Psychopathologie
Projektleiter: Anne Albrecht, Anke Müller
Wir erforschen, wie Autophagie die Funktion und Entwicklung von Synapsen sowie Stressresilienz beeinflusst, indem wir ihre molekularen Mechanismen in Zellkultur und einem in vivo-Stressmodell untersuchen, um potenzielle therapeutische Ansatzpunkte für autophagieabhängige Erkrankungen zu identifizieren.
Förderung des Gedächtnisses durch Verhaltensmarkierung: von der zellulären Funktion zur Anwendung beim Menschen
Projektleiter: Elke Edelmann, Jorge Ricardo Bergado Acosta, Kerstin Krauel
Wir entwickeln in unserem Netzwerk Lernstrategien, die sowohl bei gesunden als auch bei lernbeeinträchtigen Personen zu einer verbesserten Lernleistung führen.
Optogenetische Lese-/Schreib-Neuroprothese zur sensorischen Substitution
Projektleiter: Michael Lippert, Armin Dadgar
Wir entwickeln eine LED-Elektrode, um damit die Wahrnehmung bei Blinden oder Gehörlosen zumindest zum Teil wiederherstellen zu können. Dieses Projekt wurde Ende 2017 als innovativstes Vorhaben mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
Fortgeschrittene fMRT-basierte Analyse menschlicher sensorischer Cortices
Projektleiter: Michael Hoffmann, Michael Hanke
Wir erforschen methodische Entwicklungen, die ein weites Anwendungsfeld versprechen – nicht nur zur Vertiefung des Verständnisses des gesunden Sehsystems, sondern auch zur Untersuchung von Pathophysiologie und Plastizität des Sehsystems in Patientenstudien sowie zur Optimierung zukünftiger Therapiestrategien.
Neuronale Grundlage von durch Karnivorengeruch ausgelöstem Furchtverhalten bei Nager
Projektleiter: Markus Fendt, Jürgen Goldschmidt, Wolfgang D’Hanis
Wir erforschen die neuronalen Grundlagen angeborener Furcht, um sowohl unser Verständnis dieser Prozesse zu vertiefen als auch umfassenderes Wissen über die Verarbeitung angeborener und erlernter emotional relevanter Gerüche zu erlangen.
Systemphysiology der Tiefen Hirnstimulation
Projektleiter: Kentaroh Takagaki, Christian Kluge, Thomas Schindler
Wir erforschen neue, auf „stochastischer Kontrolle“ basierende Stimulationsparadigmen zur Verbesserung der Tiefenhirnstimulation bei Morbus Parkinson, indem wir sowohl Tiermodelle als auch Hirnaktivitätsmessungen von Patientinnen nutzen, um die zugrunde liegenden pathologischen Beta-Oszillationen und ihre Modulation besser zu verstehen.
Oxidativer Stress und mitochondriale Dysfunktion in Abhängigkeit von protektiven Paradigmen bei M. Alzheimer
Projektleiter: Elmar Kirches, Thomas Endres, Yannic Waerzeggers, Michael Gruß, Jörg Bock
Wir erforschen an neuartigen Mausmodellen, welche Rolle ein bei Patienten beobachteter chronischer BDNF-Mangel für die Entstehung der Alzheimer-Erkrankung spielt, insbesondere im Hinblick auf Gedächtnisleistungen und mitochondriale Dysfunktionen, um darauf aufbauend potenzielle Protektionsstrategien zu evaluieren.
Mechanismen der Ruhezustandsplastizität
Projektleiter: Anna Fejtova, Anna Karpova, Ina Schanze, Martin Walter, Denny Schanze
Wir erforschen die durch Ketamin ausgelösten Veränderungen der Plastizität und funktionellen Konnektivität des Ruhezustands des Gehirns, um die zugrunde liegenden Mechanismen seiner schnellen antidepressiven Wirkung bei Depression besser zu verstehen.
Neurotrophin-Signalwege im Fokus neurodegenerativer Erkrankungen
Projektleiter: Tanja Brigadski, Christina Spilker, Daniel Bittner, Raik Rönicke
Wir erforschen mit einem multidisziplinären Ansatz, wie Störungen des Neurotrophin-Transports und der BDNF-Signalwege zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Chorea Huntington beitragen, indem wir Mechanismen von der molekularen Ebene bis hin zu Tiermodellen und Patientenstudien untersuchen.
Neuroökonomische Ansätze zur Beschreibung verhaltensverstärkender Information
Projektleiter: Marcus Heldmann, Michael Brosch, Sönke Hoffmann
Wir erforschen, wie situative Faktoren Belohnungs- und Bestrafungslernen, Wahlverhalten und Entscheidungsprozesse beeinflussen, indem wir in menschlichen und nichtmenschlichen Primaten die zugrunde liegenden neuronalen Mechanismen in sensorischen und frontalen Hirnarealen untersuchen.
Entwicklungsbedingte Chromatin-Remodellierung bei stress- und lerninduzierter neuronaler Plastizität
Projektleiter: Jörg Bock, Angela Poehlmann, Volker Korz, Jorge Bergado-Acosta
Wir erforschen, wie frühe Stresserfahrungen epigenetische Mechanismen verändern und dadurch synaptische Plastizität sowie die langfristige Entwicklung von Gehirn und Verhalten beeinflussen.
Vom Mikroskopischen zum Makroskopischen: Ursachenaufklärung des MRT-Phasenkontrastes im Ultra-Hochfeld mit Bezug auf Wasser-Makromolekül-Wechselwirkung
Projektleiter: Kai Zhong, Oliver Speck, Liane Hilfert, Karl-Heinz Smalla, Frank Angenstein, Mike Matzke
Wir erforschen die biophysikalischen, chemischen und biochemischen Mechanismen des MRT-Phasenkontrasts im Ultra-Hochfeld, um dessen Grundlagen zu verstehen und sein Potenzial als diagnostisches Werkzeug – insbesondere für die Früherkennung und Klassifikation von MS-Läsionen – zu evaluieren.

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