Pressemitteilung
Welche Leistungsgrenzen hat unser Gehirn?
Universität Magdeburg erhält 14 Millionen Euro für neurowissenschaftliche Spitzenforschung
Welche neurobiologischen Prinzipien hindern uns Menschen daran, die eigenen kognitiven Fähigkeiten voll auszuschöpfen, wo liegen die Grenzen der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns? Und: Wie können Einschränkungen, die im Alter oder bei der Alzheimer Krankheit vorkommen, vermindert werden? Für die Erforschung dieser zentralen Fragen hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg soeben 14 Millionen Euro für den Sonderforschungsbereich SFB 1436 „Neuronale Ressourcen der Kognition“ bewilligt.
Ab 1. Januar 2021 werden mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Standort Magdeburg und darüber hinaus in insgesamt 22 Einzelprojekten untersuchen, welches Potenzial das menschliche Gehirn hat und welche neurobiologischen Prozesse es daran hindern, es auszuschöpfen. Ziel ist es, in Zukunft Gedächtnisleistungen im Allgemeinen verbessern bzw. die Auswirkung von Störfaktoren und „versteckten“ Krankheitsprozessen verstehen und damit überwinden zu können sowie die Reservemechanismen, die dem Gehirn zur Verfügung stehen zu mobilisieren.
„Die Leistungsfähigkeit unseres Gedächtnisses, unseres Lernvermögens oder unserer Aufmerksamkeit wird durch die Architektur des Gehirns vorgegeben“, erläutert Prof. Dr. med. Emrah Düzel, Sprecher des SFB und Leiter des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung an der Universität Magdeburg. „Innerhalb dieser Vorgaben gibt es aber eine große Variabilität und Möglichkeiten, individuelle Fähigkeiten durch Training zu verbessern. Wir wollen verstehen, welche neurobiologischen Prinzipien hier der Leistungssteigerung Grenzen setzen.
